FePsy (Früherkennung von Psychosen) - Basisstudie

Projektleiterin: Frau Prof. Dr. med. A. Riecher-Rössler

 

Das Ziel der Studie ist es, eine wissenschaftliche Basis für die Früherkennung von Individuen mit einem Risiko für eine schizophrene Psychose zu finden. Es handelt sich um prospektive Mehrebenenstudien. Mit Hilfe verschiedener, von uns entwickelten Instrumenten, welche auf aus der Literatur bekannten Risikofaktoren basieren, werden die Personen, bei welchen ein Risiko für Psychose angenommen wird, identifiziert.

Im Verlauf der ersten vier Jahre wurden 234 Individuen gescreent, davon waren 91 schon psychotisch, 106 wurden als Individuen mit Risiko identifiziert, bei 37 wurde kein erhöhtes Risiko für eine Psychose festgestellt. 65 Risikopersonen konnten in einer Verlaufsstudie weiterbegleitet werden. Bei diesen haben wir im oben erwähnten Mehrebenenansatz psychopathologische, neuropsychologische, neurophysiologische und neuroradiologische Untersuchungen durchgeführt. Patienten mit einer ersten Episode einer Psychose, Patienten mit Depression und Gesunde wurden als Kontrollgruppen ebenfalls untersucht. → weitere Infos zur ersten Projekphase

Erste Ergebnisse zeigen, dass auch die Risikopersonen schon an Negativsymptomen leiden, und zwar in einem ähnlichen Ausmass wie Ersterkrankte mit Psychose. Auch wurden neuropsychologische und neurophysiologische Defizite gefunden, welche ähnlich sind wie bei Ersterkrankten, jedoch in gewissen Bereichen noch weniger ausgeprägt. Bei den nachbeobachteten eingeschlossenen Risikopersonen entwickelten ohne spezifische Behandlung in den Folgejahren 34% tatsächlich eine volle psychotische Erkrankung. Im ersten Beobachtungsjahr lag die Rate sehr hoch, danach war sie geringer.

Die Langzeitstudie wird weiter geführt werden mit dem Ziel, das frühe Erkennen von Psychosen durch die Einbeziehung dieser verschiedenen Untersuchungsebenen weiter zu verbessern. Gleichzeitig beginnen wir jetzt bei Hochrisikopersonen, wenn diese das wünschen, mit gezielten, aber möglichst nebenwirkungsfreien Frühbehandlungen, um der Entwicklung einer vollen Psychose vorzubeugen.

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